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INTERNATIONALE DEMOKRATIETAGE

Jugendliche aus Partnerstädten kommen zu Besuch

59 Jugendliche aus den neun Partnerstädten kommen anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes vom 6. bis 13. Mai zu Internationalen Demokratietagen nach Dortmund.
Sie folgen damit einer Einladung von Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der eine Anregung des Jugendrings und der Dortmunder Stiftung Jugend und Demokratie gern aufgegriffen hat: "Gerade in diesem Jahr wollen wir mit vielen Partnern und einem breit angelegten Veranstaltungsprogramm deutliche Zeichen des Gedenkens, der Mahnung und für den Kampf gegen Rechtsextremismus setzen. Die Internationalen Demokratietage sind ein wichtiger Teil dieses Programms. Sie stehen im Zeichen der Völkerverständigung und bringen junge Menschen aus Dortmund mit Gleichaltrigen aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen. Die jungen Menschen werden die Internationalen Demokratietage als Freunde gemeinsam gestalten." "Der Jugendring Dortmund hat 2011 die Stiftung Jugend und Demokratie gegründet, um junge Menschen zu unterstützen und zu ermutigen, sich einzumischen. Wir fördern mit dieser Stiftung jugendpolitische Anliegen und unterstützen erste Schritte in praktischer Demokratie. Die Jugendlichen sollen erfahren, dass sich Engagement lohnt und dass man etwas verändern kann, wenn man sich dafür einsetzt. Wir freuen uns deshalb, dass jetzt so viele junge Menschen unterschiedlicher Nationalität nach Dortmund kommen", erklärt Stefanie Schneider, Geschäftsführerin des Jugendrings Dortmund. Als Vorsitzender der Dortmunder Stiftung Jugend und Demokratie ergänzt Dirk Loose, dass die Jugendverbände schon früh nach der Niederschlagung des Hitlerfaschismus erkannt hätten, dass internationale Jugendbegegnungen ein gutes Instrument seien, um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich kennen zu lernen und den jeweiligen anderen Hintergrund zu verstehen: "Die internationalen Demokratietage fördern die interkulturelle Auseinandersetzung durch das Erleben von demokratischen Strukturen, Projekten und Orten in Dortmund."

Sechs Tage prall gefülltes Programm

Geplant und durchgeführt wurde und wird die Woche in bewährter Zusammenarbeit des Jugendrings, des Jugendamtes, des Amtes des Oberbürgermeisters und des Rates sowie weiterer städtischer Fachbereiche. Oberbürgermeister Sierau wird die Jugendlichen, die zwischen 16 und 20 Jahre alt sind, und ihre Begleiter am Vormittag des 7. Mai 2015 im Rathaus offiziell begrüßen. Es folgt ein sechstägiges, prall gefülltes Programm aus Information, Exkursionen und Gesprächen, aber auch mit vielen Erlebnis- und Freizeitaktivitäten. Die Jugendlichen treffen bei Besuchen verschiedener Einrichtungen und Organisationen auf Dortmunder Jugendgruppen. Sie lernen die Mitwirkung von jungen Menschen in Betrieben und Schulen ebenso kennen lernen wie die jugendpolitischen Angebote der Jugendverbände und des Jugendamtes sowie die Vielfalt der Religionen und Kulturen in Dortmund. Besonders aktiv sind die Jugendlichen aus den Dortmunder Jugendforen, die mehrere Programmpunkte vorbereitet haben und begleiten. Am Ende der Woche steht eine Fahrt nach Düsseldorf mit einem Besuch des Landtages auf dem Programm. Die Erinnerungsarbeit des Jugendrings schlägt inhaltlich den Bogen zur Feierstunde anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes sowie des 50-jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen mit Israel am Sonntag, dem 10. Mai 2015 im Rathaus. Die Gedenkansprache wird der frühere deutsche Botschafter in Israel, Rudolf Dreßler, halten. Die Jugendlichen nehmen an dieser Veranstaltung teil und pflanzen am Abend einen Korbinians-Apfelbaum am Phoenix-See. Am Tag zuvor bereits legen sie gemeinsam einen Kranz an der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache nieder. Neben den gesellschaftspolitischen Aktivitäten soll natürlich auch der Faktor Spaß nicht zu kurz kommen: es wird im Big Tipi geklettert, bei einer Stadtrundfahrt der Signal-Iduna-Park besichtigt, live ein Spiel des BVB verfolgt und auf dem Phoenix See gesegelt. Am Abend des 12. Mai 2015 schließlich wird man sich zum Abschiedsabend im Fritz-Henßler-Haus treffen und gemeinsam Bilanz ziehen. In Dortmund dabei sind
  • 7 Jugendliche aus Amiens/ Frankreich
  • 8 Jugendliche aus Buffalo/ USA
  • 6 Jugendliche aus Leeds/ Großbritannien
  • 6 Jugendliche aus Netanya/ Israel
  • 5 Jugendliche aus Novi Sad/ Serbien
  • 6 Jugendliche aus Rostow am Don/ Russland
  • 8 Jugendliche aus Trabzon/ Türkei
  • 8 Jugendliche aus Xi´an/ China sowie
  • 5 Jugendliche aus Zwickau/ Deutschland.

Zum Thema

2015 jähren sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz und das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus zum 70. Mal. Ein blutiges und grausames Terrorregime, das in ganz Europa Leid und Zerstörung hinterließ, ging damit zu Ende. Über 65 Millionen Menschen verloren in diesem von Deutschland angezettelten Krieg ihr Leben. Ebenso wurden sechs Millionen europäische Jüdinnen und Juden von den Nazis grausam ermordet. Angesichts dieser schrecklichen Vergangenheit muss man es als Wunder bezeichnen, dass in diesem Jahr auch das 50-jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland gefeiert werden kann und Dortmund eine fast 35-jährige Partnerschaft mit der israelischen Stadt Netanya verbindet. Die Stadt Dortmund hat aus diesem Anlass mit vielen Partnern ein umfangreiches Programm aus Vorträgen, Ausstellungen und Führungen zusammengestellt und nach der Friedenswoche vor 20 Jahren in Kooperation mit dem Jugendring und der Dortmunder Stiftung Jugend und Demokratie wieder zu einem großen Jugendtreffen eingeladen.

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Markus-Evangelium 9,24