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Impuls

 „Mach mal mit Liebe“ – bei dieser Jahreslosung fallen mir spontan mehrere Lieder von Stoppok ein. Zuallererst das Lied „Mal dein Herz an“. Dort heißt es:

„Mal dein Herz mit Farbe an, möglichst bunt, steck ne Rose dran.
Dann stell dich auf den höchsten Berg
Breit die Arme aus und zeig der Welt dein Werk!“

Was für ein schönes und kraftvolles Bild! Mit weit ausgebreiteten Armen aller Welt mein buntes, mein offenes Herz zeigen und so allen deutlich machen, wofür ich stehe:

Für Vielfalt und Liebe

… aber ist das nicht auch ganz schön riskant? Mache ich mich so denn nicht total angreifbar? – fragt sich die ängstliche und vorsichtige Seite in mir. Und „ja“, kann ich da nur sagen, „natürlich mache ich mich damit angreifbar“. Aber in Zeiten, in denen manche es gut finden, wenn Menschen ertrinken, damit andere davon abgeschreckt werden, die Flucht nach Europa überhaupt zu versuchen, in Zeiten, in denen manche darüber beratschlagen, wie man alle Menschen, die vermeintlich nicht in die deutsche Kultur passen, rauswerfen kann, in Zeiten, in denen Schüler*innen demonstrativ Plakate, die zu mehr Toleranz auffordern, verunstalten… in solchen Zeit muss ich mich angreifbar machen, bin ich aufgefordert, deutlich zu zeigen, wofür ich einstehe: Für Vielfalt und Liebe!

Passend dazu heißt es in einem anderen Lied von Stoppok:

„Nimm den Stein, den du gerade schmeißen wolltest
und leg ihn zu den ander'n, denn
wir brauchen ihn, um die Straße zu bauen
auf der wir hier weiter wandern können.
Auf der wir sicher sind, bei der die Richtung stimmt,
die uns mit ander'n Menschen zusamm'bringt.

Nimm deine Hand, mit der du gerade schlagen wolltest
und pack einfach hier mit an, denn
wir brauchen dich dabei, wir brauchen deine Kraft,
damit wir irgendwann sicher landen,
auf dem neuen Planet,
wo unser Weg hoffentlich hinführt

wo keiner abkassiert, auf dem man nur Liebe spürt,
und keine Kriege führt, mmmh

Pack mit an - Pack mit an, Pack mit an … !“

Mit anderen Worten: Packt mit an, macht Schwerter zu Pflugscharen (Jes. 2, 4) und alles, was ihr tut, geschehe in Liebe! Denn nur so werden wir eine Gesellschaft erschaffen, in der sich alle wohl fühlen.

von Ariane Buchenau

Evangelische
Jugend Dortmund

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Jahreslosung 2024

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.
1. Korinther 16,14

Mach Kirche!