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Mach mal mit... more amore

Ich erzähle tausend Geschichten. Jeden Tag kommen neue dazu. Eine ist deine. DIE LIEBE

Herzklopfen. Mensch liebt Mensch

Wenn ich mit Engelszungen redete und einen Menschen auf der Straße liegen sehe und vorüber ginge, weil ich nichts fühlte, dann wäre ich ein Stein.

Ich zeige dir einen Menschen wir wissen nicht, wer dieser Mensch ist. Wir wissen nicht, ob er sympathisch, faul, sonderbar, betrunken, ansteckend, undankbar, gut oder böse ist. Wir wissen nicht, ob er selber schuld ist. Wir wissen nichts. Ich zeige dir einen Menschen. Ich mache keinen Unterschied. 
Ich zeige dir eine Frau, deren Mann nicht mehr liebt. Sie weint. Ich zeige dir einen Bäcker, der nach 23 Jahren seinen Laden zum letzten Mal zusperrt. Ich zeige dir eine Patientin, die gerade die Diagnose „Leben“ bekommen hat. Ich zeige dir ein Kind, das sein Krokodil verloren hat. Es fürchtet sich im Dunkeln. Ich zeige dir die Klofrau, die genau jetzt hundert Euro auf ihrem Teller findet und ihren Augen nicht traut. Ich zeige dir einen Bruder, dessen Schwester ertrunken ist. Ich zeige dir einen Penner, der Mal einen Ohrensessel und einen Kanarienvogel hatte. Ich zeige dir einen Liebenden, der im Blau des Morgens über die Straße tanzt. Ich zeige dir eine Mutter, die fünf Euro und elf Cent für ein Geburtstagsgeschenk hat. Ich zeige dir den Bräutigam, der seinen fünfzigsten Hochzeitstag feiert. Ich zeige dir einen Bauern, dessen neugeborenes Kalb frisch im Stroh liegt. Ich zeige dir die Notärztin, die ein Leben retten konnte. 
Und wenn ich klug reden könnte und hätte alle Erkenntnis und bliebe stumm, aus Angst dass meine Worte nur ein Stammeln wären, dann wäre ich Staub. 
Ich zeige dir einen Menschen. Er liebt, er weint, er war mal klein, hat eine Lieblingseissorte, kennt den Geburtstag seiner Mutter, träumt, sieht in der Nacht die Sterne, hofft, sorgt sich über einen schmerzenden Punkt hinter der Schläfe, spielt, hasst, erschrickt, streichelt seinen Hund, fürchtet sich in großer Höhe, ringt mit sich, gewinnt, verliert, betet heimlich, wenn keiner ihn hört, isst einen Joghurt, hofft, dass es, was immer das ist, nochmal gut geht. Ich zeige dir einen Menschen. Er ist wie du. 
Und hätte ich allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und meine Seele wäre hart, dann wäre ich nichts. 
Ich zeige dir einen Menschen. Er liegt am Boden. Einer geht vorbei. Er hat Frühstück für seine Kinder gemacht: Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb. Um acht Uhr siebenundvierzig hat er eine Sitzung. Die will er nicht verpassen. In seiner Tasche befindet sich die Tagesordnung. „Sonstiges“ ist erst gegen zwölf Uhr drei vorgesehen. Wolken ziehen. Am Boden der Mensch. Eine geht vorbei. Sie trägt ihre Yoga-Matte unterm Arm. Heute war sie besonders zentriert. Sie will positive Energie atmen. So wird sie selbst zu einem positiven Menschen.
Die Uhr schlägt. Am Boden der Mensch. Einer geht vorbei. Heute Morgen hat er die Nachrichten ausgeschaltet. Es gibt so viele schlimme Meldungen, die kann man nicht alle an sich heranlassen. Es ist zu viel. Man muss nicht jedem helfen, dafür zahlt man doch Steuern. 
Und wenn ich alles, was ich habe, den Armen gäbe und lebte autofrei und vegan, und mein Herz bliebe kalt, dann würde es nichts nützen. 
Am Boden liegt der Mensch. Lange geschieht nichts. Dann kommt eine, die bleibt stehen. Sie fragt. Sie hört. Ihr Herz klopft. Sie tut, was zu tun ist. Sie merkt, dass es mehr ist, als sie tun kann. Sie sucht jemanden, der hilft. Dann geht sie weiter. Sie muss noch Brot besorgen und telefonieren. Sie wird sich entschuldigen, dass sie sich verspätet. Es sei etwas dazwischengekommen. 
Die Liebe ist langmütig und freundlich und wohnt 2 Millimeter unter deiner Haut. (…) 
(aus: Susanne Niemeyers „Kirschen essen – Liebesgeschichten aus der Bibel“

Kurzfilm anlässlich des World Kindness Days 
Dia Mundial da Gentileza – Tag der Freundlichkeit – Religionspädagogischer Materialpool (rpi-virtuell.de)

Lied zur Jahreslosung 2024 - Kleine Ermutigung 
Was ihr auch tut, lasst es Liebe sein, liebt einander, seid euch ein Segen.
Was ihr auch tut, lasst es Liebe sein, Gott, der Liebe ist, will in uns leben.
Die Liebe ist langmütig, sie hat Ausdauer, ist beständig.
Die Liebe ist friedfertig, hat Geduld und sie bleibt stets besonnen.
Was ihr auch tut, lasst es Liebe sein, liebt einander, seid euch ein Segen.
Was ihr auch tut, lasst es Liebe sein, Gott, der Liebe ist, will in uns leben.
Die Liebe ist nicht neidisch, ist nicht stolz und nicht überheblich.
Die Liebe hält sich zurück, sie ist ehrlich und fördert das Leben.

https://youtu.be/-VBmPWgIuVg?si=lzy3HyOn0gUk4m9V

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Jahreslosung 2024

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.
1. Korinther 16,14

Mach Kirche!