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Jaqueline hat einen Traum: sie will Motorboot fahren

dream your dream - sail away

"was ihr macht ist einzigartig" sagt Mark, der Skipper von der Lutgerdina. "Sonst kommen zu uns nur Gruppen, die aus Menschen mit Behinderungen und pflegenden Helferinnen bestehen. Bei Euch ist das anders - alle helfen, selbst die, die Hilfe brauchen."

Wer segelt, braucht einen Kompass, um sich richtig zu orientieren und den richtigen Weg für sich zu bestimmen. Mit dem Glauben ist es manchmal ähnlich - man braucht eine Art Kompass für die richtige Richtung, für die richtige Entscheidung im Leben. Man braucht Orientierung und die kann man in den vielen biblischen Geschichten finden. Dort ist die Rede davon, wie sich Christen eine bessere Welt vorstellen, das sind Visionen von Solidarität, Ehrlichkeit, Nächstenliebe, Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber. Wer glaubt, sucht nach diesem Kompass und wird mit anderen über den richtigen Weg beraten - fast so wie beim Segeln. Wer glaubt, kann sich von Gottes Kraft berühren lassen und neue Impulse für sein Leben bekommen - egal von wo der Wind gerade bläst.
In diesem Jahr haben wir uns mit unseren Träumen und Visionen beschäftigt, was wir dafür tun können und das alles Wünschen mit Gottes Hilfe gelingen kann. Jaqueline, eine Teilnehmerin auf unserem Törn, ist querschnittsgelähmt und wollte einmal mit dem kleinen Motorboot fahren. Bis zu unserem letzten Tag hat sie sich nicht getraut darüber zu sprechen, weil es so unvorstellbar für sie war, dass das mit Ihrer Behinderung möglich ist. Bevor wir aber die Heimreise antraten, saß Jaqueline im Motorboot und sauste durch den Hafen von Enkhuizen. Es kann sich lohnen über seine Wünsche und Träume zu sprechen und sich dafür einzusetzen, dass sie Wirklichkeit werden. Das klappt sicher nicht immer - doch manchmal gesellt sich zu einer Idee ein kleiner Engel und dann ist fast alles möglich. "Was ihr macht ist Einzigartig", sagt Mark, der Skipper von der Lutgerdina. "Sonst kommen zu uns nur Gruppen, die aus Menschen mit Behinderungen und pflegenden Helferinnen bestehen. Bei Euch ist das anders - alle helfen, selbst die, die Hilfe brauchen."
Die Evangelische Jugend Dortmund hat in diesem Jahr den 20 zigsten integrativen Segeltörn angeboten und das Rezept überzeugt nach wie vor. Man nehme ein großes barrierefreies Schiff und eine gesunde Mischung von Menschen mit und ohne Behinderung mit auf einen Segeltörn. Gebe jeder und jedem eine lösbare Aufgabe und das Gefühl gebraucht zu sein und hoffe darauf, dass es mit Gottes Hilfe gelingen möge. Die Erfahrungen der letzten 16 Jahre mit inklusiven Freizeiten zeigt: es ist möglich und eine unglaubliche Erfahrung! Auch wenn das Wetter nicht immer optimal ist - jede und jeder kann eine Herausforderung finden.

Auch in diesem Jahr hatten wir wieder eine große Bandbreite an unterschiedlichen Persönlichkeiten und Behinderungen mit an Bord und es hätte kaum besser sein können. Mit meist viel Wind, vielleicht etwas kalter Luft - haben wir einen großen Törn über Lemmer, Schiermonikoog, Ameland, Terschelling wieder nach Enkhuizen erleben dürfen.
Eine Stunde nach Ankunft standen Eltern, Verwandte und Teilnehmende des Törn immer noch an der Kontaktstelle Evangelische Jugend Dortmund und erzählten sich Geschichten über die vergangenen Tage .... so soll es sein! Weitere Info´s unter www.ej-do.de oder bei Stefanie Arndt und Dirk Loose 847969-30

Evangelische Jugend Dortmund

Jahreslosung 2020

Ich glaube;
hilf meinem Unglauben.

Markus-Evangelium 9,24