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Vorstellung unserer neuen FSJlerin Anika

Hi, ich bin Anika.

 

Und ich bin schon vielen Leuten begegnet, die mich gefragt haben, warum ich denn ein FSJ mache. Von manchen bekam man auch einfach nur vielsagende Blicke.

 

„Du hast so ein gutes Abitur. Mit 1,8 kann man ja so viel machen!“

Ja, das stimmt. Auch wenn ich mein Abitur erfolgreich bestanden habe, wurde mir jedoch nicht beigebracht, was ein Customer-Experience-Manager macht, oder wie ich mich dazu entscheiden soll, ob ich das einmal werden möchte.

Zu wissen, was ich später machen will ist für mich persönlich schwer, weil es einfach zu viele Möglichkeiten für gibt. Ich finde, man sollte sich etwas aussuchen, was einem zumindest ein bisschen Spaß macht, was man jeden Tag aufs Neue gerne macht und einen Neugierig macht. Im besten Fall ein Beruf, wo man neue Fähigkeiten erwirbt und man bei sich selbst einen Fortschritt sieht; keine Stagnation. Da bringt es auch nichts Medizin zu studieren, wenn man einen 1.0er durchschnitt hat.

 

„Aber das ist doch voll die Zeitverschwendung. In dem einen Jahr kann man schon studieren oder eine Ausbildung machen.“

Ja schon. Aber abgesehen davon, dass ich nicht weiß, was ich überhaupt machen will, brauche ich die Zeit. Ich nutze ich das Jahr um mich selbst zu finden. Klingt für den einen oder anderen vielleicht ein bisschen albern, aber für mich ist das wichtig.

Und das beansprucht nicht nur 2 oder 3 Monate, bis das Studium oder die Ausbildung anfängt. Die Entscheidung zu treffen, was ich einmal werden möchte verändert meine ganze zukünftige Berufliche, und wohlgemerkt auch private, Laufbahn. Es ist ein großer Schritt. Auch wenn ich eine der ältesten in meinem Jahrgang war, fühlte ich mich selbst noch nicht bereit ihn zu wagen. Und später interessiert es ehrlich gesagt niemanden, ob man jetzt mit 37 oder mit 38 Jahren einen guten Job hat und mit beiden Beinen fest im Leben steht.

 

Lasst euch nicht davon abhalten, eure Träume zu leben.

Es ist euer Leben und ab einem bestimmten Alter darf man seine eigenen Entscheidungen treffen. Für manche ist das entweder ein Fluch oder ein Segen. Für mich ist es manchmal beides. Manchmal ist alles sehr überfordernd und man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Aber man sollte sich auch vor Augen führen, dass nicht jeder die Möglichkeit hat eigene Entscheidungen zu treffen.

 

Als ich dann in die Kontaktstelle gekommen bin

meinte ich: „Es ist hier so ruhig hier. So gar nicht stressig.“

Als Antwort bekam ich: „Im Moment ist auch nicht viel los. Das kommt noch.“

Zu diesem Zeitpunkt habe ich das so hingenommen und mir gedacht: mal abwarten. Und jetzt, wo ich im Stress bin und viel mehr zu tun habe, wird mir klar, dass ich meinen Satz nicht so gemeint habe, wie ich ihn gesagt habe. Ich wusste nicht, wie ich mich richtig ausdrücken sollte. Heute kann ich es erklären;

Ich wurde von jedem mit Herzlichkeit empfangen. Das ist nicht Selbstverständlich.

Und die Ruhe, die ich meinte, war innere Ruhe. Jeder im Haus hat eine innere Ruhe ausgestrahlt. Und die Atmosphäre, die mir zu verstehen gegeben hat „es ist alles gut, wir freuen uns auf dich und wir wollen, dass es dir gut geht und du dich hier wohl fühlst“, hat mir viel Vertrauen geschenkt.

Hi, ich bin Anika und nach dem ersten Moment wusste ich schon, dass es die beste Entscheidung war, die ich treffen konnte und dass es in einem Jahr nicht leicht für mich wird die Kontaktstelle zu verlassen...

Evangelische Jugend Dortmund

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